On-campus living – Ein einzigartiges Lebensgefühl

An amerikanischen Universitäten und Colleges studiert und lebt man. Für Studienanfänger („freshmen“) in Amerika besteht oft die Pflicht, zumindest im ersten Studienjahr, in einem Wohnheim auf dem Campus zu wohnen.

US_campusDas Leben auf dem Campus bietet den Studenten nicht nur ein „home away from home“, sondern ähnelt oft auch einer Kleinstadt, in der man alles findet, was zum alltäglichen Leben dazu gehört. Durch das Wohnen auf dem Campus solcher sogenannten „residential colleges“ wird einem das Aufbauen von sozialen Kontakten erleichtert und es bietet neben der unmittelbaren Nähe zu den Universitätsgebäuden auch eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten.
Abgesehen von den universitätsspezifischen Einrichtungen, wie Bibliotheken, Verwaltungsgebäuden oder Wohnheimen gibt es auf dem Campus viele Mensen und Cafeterien, sowie diverse Einkaufsmöglichkeiten, Parkanlagen und oft auch eine eigene Campuspolizei.

Ein College Campus besitzt außerdem oft eine eigene Campuszeitung bzw. ein eigenes Campusfernsehen, Radiostationen und natürlich auch Uni-Maskottchen, die in den Farben und mit dem Logo der Universität an den Spieltagen der Sportteams zu sehen sind.

Trotz des großen Zusammengehörigkeitsgefühl und des tollen Gemeinschaftsgeistes, der auf dem Campus herrscht, gibt es dort auch Verhaltensregeln. Demnach ist es untersagt auf dem Hochschulgelände Alkohol zu konsumieren und an religiös geprägten Einrichtungen kann es vorkommen, dass es Kleiderordnungen gibt.

Wohnen auf dem Campus


Das Wohnen in den sogenannten „dorms“ auf dem Campus ist ein wesentlicher und auch wichtiger Bestandteil der College – Erfahrung.

Für die einheimischen Studenten, aber natürlich auch für ausländische Studenten ermöglicht diese Form des Wohnens sich ins Studentenleben einzufinden, Kontakte zu knüpfen und viele neue Mitstudenten kennenzulernen. Sofern die Universität nicht auf eine Wohnheimunterbringung auf dem Campus besteht, ist es natürlich auch möglich außerhalb des Campus zu wohnen.

Die Zimmerverteilung in den Wohnheimen erfolgt durch die Universitäten, sodass man seine(n) Mitbewohner/in meist erst bei Studienbeginn kennenlernt. Die Ausstattung ist simpel, aber umfasst alles, was man benötigt: Bett, Kleiderschrank, Schreibtisch, Regal. Je nach College sind die Zimmer unterschiedlich ausgestattet und die Duschräume und Toiletten können sich auf den Zimmern oder aber auf den Gängen befinden.

Typisch für amerikanische Wohnheime sind Gemeinschaftsräume, Freizeiträume (Billardzimmer, Fitnessraum) und studentische Wohnheimbeauftragte, die auf die Einhaltung der Hausordnungen (kein Alkoholkonsum, nächtliche Lautstärke) achten und bei Fragen zur Verfügung stehen.

Essen


Die kulinarische Auswahl ist sehr vielfältig auf dem Campusgelände. Von Fast-Food bis Cafés über Restaurants mit internationaler Küche kann alles vor Ort sein, sodass für jedermann etwas dabei ist. Ebenso steht den Studenten natürlich die Mensa, auch student dining hall genannt, mit einer täglich wechselnden Auswahl an Menüs zu adäquaten Preisen zur Verfügung.

Wohnheimstudenten entscheiden sich in der Regel zu Beginn des Semesters für einen meal plan d.h. sie laden ihren Studentenausweis mit einem Guthaben auf. Mit dem Studentenausweis können sie dann in jeder Lokalität auf dem Campus bezahlen.

Die Tabelle auf der Seite Kosten und Finanzierung gibt Euch beispielhaft einen kleinen Einblick über mögliche Ausgaben für das Wohnheim und Other Living Expenses (Essen).

Social Life


Ein Universitätscampus hat noch viel mehr als nur ein vielfältiges gastronomisches Angebot zu bieten. Auf jedem amerikanischen Campus wird dem Aspekt des „Social Life“ eine große Bedeutung beigemessen.

Es stehen den Studenten Teilnahmemöglichkeiten an unzähligen Organisationen, Interessensgruppen und Clubs zur Verfügung.  Die Angebote erstrecken sich über soziale und kulturelle Gruppen bis hin zu Wander- oder Debattierclubs, sowie Sportteams und Musik- oder Theatergruppen.

College Sport ist seit Anfang des 20.Jahrhunderts fester Bestandteil der amerikanischen Universitäten und College und kann dort auf verschiedenen Professionalitätsebenen ausgeübt werden. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Sportmannschaften der Colleges, die durch die Unterstützung seitens der Hochschulen und der Organisation durch die NCAA (National Collegiate Athletic Association) einer professionell organisierten Talentschmiede für junge Sportler gleichen.  Die Sportmannschaften der jeweiligen Universitäten treten im Laufe der Saison gegeneinander an und ermitteln am Ende der Saison den „National Champion“.

Studenten, die nicht am organisierten Leistungssport interessiert sind und sich dennoch sportlich betätigen wollen, denen stehen die universitätseigenen Fitnessstudios und Schwimmbäder kostenlos zur Verfügung.

Willst Du mehr über College Sport erfahren, dann bist Du hier genau richtig: College Sport

stadium us College SportZu dem Social Life gehört zu vielen Universitäten auch das sogenannte „Greek Life“ dazu.  Mit „Greek Life“ sind die studentischen Verbindungen in den USA gemeint, die nach griechischen Buchstaben („Delta-Kappa-Gamma“) benannt sind. Die Greek Verbindungen leisten oft freiwillige Arbeit in der Gemeinde, sammeln Geld für wohltätige Zwecke und organisieren Events auf dem Campus. Zu diesen Events gehören auch die berühmt-berüchtigten „Greek Parties“, bei denen oft eine Menge Alkohol fließt.

Diese Verbindungen bieten feste Gemeinschaften, viel Gelegenheit zu gemeinschaftlichen Aktivitäten und Netzwerke fürs spätere Leben. Die Mitgliedschaft in einer solchen Verbindung ist jedoch aufgrund der vielen Aktivitäten sehr zeitintensiv, deshalb sollte man sich vorher gut überlegen, ob man einer „Greek“ Verbindung beitreten möchte oder nicht.